Weinlese Frankreich 2014: Ein vermutlich ertragreiches Jahr

Die ersten Zahlen der Weinlese 2014 in Frankreich zeigen positive Vorzeichen, und Frankreich könnte in diesem Jahr nach zwei Jahren spärlicher Ernten vor Italien wieder der weltweit führende Weinproduzent werden.

 

45,5 Mio. Hektoliter Wein für die Weinlese dieses Jahres

Die Weinindustrie prognostiziert eine Weinlese in Frankreich in diesem Jahr, die mehr als 45 Millionen Hektoliter Wein produzieren würde. Damit erhebt Frankreich sich wieder auf sein traditionelles Niveau nach zwei Jahren geringer Erträge. Jérôme Despey, Vorsitzender der Fachberatung für Wein bei FranceAgriMer, meint dazu: „Diese Weinlese beginnt unter guten Voraussetzungen.“ Obwohl die Zahlen der Weinlese dieses Jahr vielversprechend sind, bleiben sie jedoch weit hinter den Volumina der Weinlese von 2004 zurück, als der Rekord des Jahrzehnts mit einer Produktion von über 57 Mio. Hektolitern aufgestellt wurde.

 

Wird Frankreich wieder weltgrößter Weinhersteller?

In diesen letzten Jahren haben sich Frankreich und Italien den Rang des weltgrößten Herstellers streitig gemacht. Während Italien 2013 mit einer Produktion von 45 Mio. Hektolitern wieder den ersten Rang eingenommen hatte, weisen die Prognosen über den Produktionsrückgang in Italien (weniger als 41 Mio. Hektoliter) darauf hin, dass Frankreich 2014 wieder auf die weltweit erste Position unter den Weinproduzenten vorrücken könnte.

 

Die Weinlese in Frankreich nach Regionen

Man erwartet eine Steigerung der Weinproduktion von 17 % in der Champagne. Im Languedoc Roussillon soll sie dagegen aufgrund des zu warmen und trockenen Frühlings und zahlreicher Hagelstürme einen Rückgang von 8 % erleiden. Die Weinlese im Gebiet von Bordeaux wird sich vermutlich bei 5,5 Mio. Hektoliter Wein stabilisieren (+40 % im Vergleich zu 2013). Jérôme Despey von FranceAgriMer zufolge könnte die Rotweinproduktion um 2 bis 3 % in diesem Jahr steigen und die Produktion von Roséwein sogar noch mehr. In vielen Regionen wird die Weinlese in diesem Jahr vermutlich später als üblich erfolgen.